Initiative Bildung Prekär
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Dem Seniorchef und Firmengründer August Inhofer (79), seinem Bruder Karl (81), dessen Sohn Edgar (50) und August Inhofers Schwiegersohn Peter Schorr (42) wird vorgeworfen, insgesamt 49 freie Mitarbeiter als Scheinselbstständige beschäftigt zu haben und damit Sozialabgaben und Steuern in Höhe von rund 3,65 Millionen hinterzogen zu haben. 13.08.15

http://www.br.de/nachrichten/schwaben/inhalt/inhofer-prozess-gestaendnis-100.html


Selbstständigkeit und Scheinselbstständigkeit in der Baubranche in der Europäischen Union.Eine Vergleichsstudie von 11 Mitgliedsstaaten

http://www.efbww.org/pdfs/annex%208%20-%20Brochure%20part%201%20%5BDU%5D.pdf


PostNL biedt zzp'ers vast contract. Na aanhoudende kritiek op schijnzelfstandigheid onder pakketbezorgers, is PostNL alsnog bereid deze zzp'ers een vast contract te geven. 12.06.15

http://www.volkskrant.nl/economie/postnl-biedt-zzpers-vast-contract-kan-de-vlag-nu-uit~a4073742/


Hamburg/Kempten, Juni 2015.
Sprachkompetenz spielt eine Schlüsselrolle, wenn Flüchtlinge und internationale Migranten sich in ihrer neuen Umgebung zurechtfinden wollen. Die Zahl der Integrationskurse stieg im letzten Jahr um 26 Prozent an.

http://www.openpr.de/news/858392/Mehr-Deutsch-als-Englischkurse-Nachfrage-an-Integrationskursen-nimmt-zu.html


Streichung der Kinderbetreuung bei Integrationskursen 14.10.14

http://www.gruene-fraktion-mannheim.de/2014/08/19/streichung-der-kinderbetreuung-bei-integrationskursen/


UNSICHER PREKÄR AUSGEGRENZT. Der Wandel der Arbeitswelt und seine Folgen für die Arbeitnehmer. Eine Diagnose aus christlicher Sicht, mit Impulsen für die Praxis (Mai2010)

http://www.erzbistum-muenchen.de/media/pfarreien/media12302520.PDF


Gegen prekäre Arbeitsverhältnisse: Honorar-Lehrer protestieren an der Uni Halle 6.11.2014

„Lehrbeauftragte haben Anspruch auf 20 Tage Urlaub im Jahr, wenn sie ihre Einkünfte überwiegend von einem Auftraggeber beziehen. Das trifft heute für die meisten der Lehrbeauftragten zu. Das wird jedoch von den Auftraggebern ignoriert“, so Voß weiter.

http://hallespektrum.de/nachrichten/vermischtes/gegen-prekaere-arbeitsverhaeltnisse-honorar-lehrer-protestieren-der-uni-halle/122699/


Die Bundeskonferenz der Sprachlehrbeauftragten (BKSL) ruft vom 2.-6. November 2015 zu einer Aktionswoche auf, um erneut auf die prekäre Situation der Lehrbeauftragten aufmerksam zu machen. 24.07.15

https://sprachlehrbeauftragte.wordpress.com/


Am Ende hat es dem ehemaligen Professor gereicht. 42 Euro pro Stunde wurden ihm für seinen Lehrauftrag vorab schriftlich zugesagt, im Vertrag standen plötzlich sechs Euro weniger. Weil er auf mehrfaches Nachfragen keine Antwort erhielt, teilte er der Hochschule im September in einer E-Mail mit: „Ich verspüre nicht die geringste Lust, eine weitere Auseinandersetzung um die Höhe des Honorars zu führen.“ Den Lehrauftrag sage er hiermit ab. 6.11.14

http://www.tagesspiegel.de/wissen/bundesweiter-protest-der-lehrbeauftragten-prekaere-lehre/10938086.html


Interview mit Manfred Schmidt. BAMF Präsident kritisiert Kirchen wegen steigender Kirchenasyl-Zahlen 16.10.14

http://www.migazin.de/2014/10/16/bamf-praesident-kritisiert-kirchen-kirchenasyl-zahlen/#comment-63543


Die Lehrauftragsentgelte müssen in Anlehnung an die Vergütung der hauptamtlichen

Beschäftigten nach TV-L berechnet werden, die vergleichbare Aufgaben erfüllen. Der

Stundensatz der jeweils in den Berliner Hochschulen geltenden Höhe der Entgeltgruppe 13

TV-L darf dabei nicht unterschritten werden. 6.11.14

http://www.gew-berlin.de/public/media/LDV-Beschluss_zum_Aktionstag_der_Lehrbeauftragten.pdf


Fortführung der berufsbezogenen Sprachkurse ist großer Erfolg 30.4.14

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Pressemitteilungen/BPA/2014/04/2014-04-30-integration-sprachkurse.html


9. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über

die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland (Juni 2012)

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Publikation/IB/2012-12-18-9-Lagebericht.pdf?__blob=publicationFile


BAMF: Mit diesem Schreiben informieren wir Sie über die Einstellung der integrationskursbegleitenden Kinderbetreuung zum 30. September 2014

(Trägerrundschreiben 04/14).

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Integrationskurse/Kurstraeger/Traegerrundschreiben/2014/traegerrundschreiben-04_20140703.html


De Maizière will Leistungen für Asylbewerber überprüfen. Weniger Bargeld, mehr Sachleistungen, keine Vorauszahlungen mehr: Der Innenminister will die Asylbewerberleistungen auf den Prüfstand stellen. Im Blick hat er vor allem Zuwanderer vom Balkan. 14.08.2015

http://www.fnp.de/nachrichten/politik/De-Maizi%E8re-will-Leistungen-fuer-Asylbewerber-ueberpruefen;art46559,1540492


Bonner SPD fordert Fortführung der integrationskursbegleitenden Kinderbetreuung

Bonn, 13.03.2014

http://www.ulrich-kelber.de/service/archiv/pressemitteilungen/pressemitteilung/index.html?datum=2014-03-13+02:00:00


Zukunft der integrationskursbegleitenden Kinderbetreuung unsicher. Kostenzusagen für die integrationskursbegleitende Kinderbetreuung haben nur noch einige Monate Gültigkeit 15.04.14

http://www.migration.paritaet.org/start/artikel/news/zukunft-der-integrationskursbegleitenden-kinderbetreuung-unsicher/


Hartz IV für Millionen ein Dauerzustand......aber aus den Medien weitgehend verschwunden, wo das Hohelied der Wirtschaftslokomotive Deutschland gesungen wird 09.06.2015

http://www.heise.de/tp/news/Hartz-IV-fuer-Millionen-ein-Dauerzustand-2682876.html


ARBEITSPERSPEKTIVEN IN DER KITA, SCHULE, HOCHSCHULE UND

WEITERBILDUNG 6.6.15

http://www.gew-nds.de/images/files/veranstaltungen/GEW-Tagung_prekaere_Beschaeftigungsverhaeltnisse_im_Bildungswesen.pdf


"Wirtschaft und BA behaupten: "Hartz IV- Sanktionen steigern den Anreiz zur Arbeit". Man könnte auch sagen: "Wir kehren zurück nach 1933"! 14.6.15

https://www.freitag.de/autoren/fhp-freie-hartz-iv-presse/wirtschaft-ba-fuerchten-verlust-von-sklaven


Wir möchten alle betroffenen Honorarkräfte ermutigen, ihre Erfahrungen aufzuschreiben. Beiträge bitte an roland.kohsiek@verdi.de und angelika.gericke@verdi.de.

Veröffentlicht werden sie anonym unter www.netzwerk-weiterbildung.info

https://hamburg.verdi.de/publikationen/hamburg-news/++co++99c99dee-f881-11e4-82e9-525400a933ef


Deutschunterricht für Migrantenkinder "Cosmo TV"

https://www.youtube.com/watch?v=U0VEnQrie1Q


Heinz Bude über das neue deutsche Proletariat 1. November 2014

http://www.zeit.de/video/2014-10/3862245245001/gesellschaft-heinz-bude-ueber-das-neue-deutsche-proletariat#autoplay



9.7.15 Petition - Meinungen aus der Diskussion

1
"Lohnvergleich: Gymnasiallehrkraft - Selbständige Lehrkraft
Hier ein Vergleich, jeweils auf 26 Wochenstunden gerechnet: Eine angestellte (=nicht verbeamtete) Gymnasiallehrkraft in NRW (BerufseinsteigerIn, 27 J., ledig, keine Kinder,) erhält Brutto: 3206 Euro; Nach 10 Jahern Arbeitserfahrung, verheiratet und mit 2 Kindern erhält er/sie Brutto: 4599 Euro. (vgl. Quelle) Eine selbstständige Lehrkraft erhält unabhängig von Alter, Berufserfahrung und Familienstand zwischen 1248 (12 Euro/h) und 2080 (20 Euro/h) Euro (bei Vollzeittätigkeit (26h/Woche, 104h/ Monat) -ohne bezahlten Urlaub...
Quelle:
www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/beamtenstatus-und-gehalt-ob-es-sich-lohnt-lehrer-zu-werden-a-877467.html"

2
"Da, was vom Honorar übrig bleibt, reicht nicht mal dafür, um die Miete zu bezahlen, geschweige denn andere Dinge, Das was ein Gymnasiallehrer für 20 St. bekommt (bezahlte Ferien inklusive), bekommt man als Freiberufler nur, wenn man 60-70 Stunden pro Woche leistet und zwar ohne Urlaub und Ferien."

3
"Die "Trolle", die sich hier gehässig über Sprachdozenten äußern, sollten sich vorher informieren, bevor sie etwas posten. Dass Sprachdozenten in der Erwachsenenbildung so schlecht bezahlt werden und nur freiberuflich BESCHÄFTIGT werden, hängt weniger mit deren Qualifikation und Fähigkeit zum Unterrichten zusammen, als mit Auftrag- und Geldgebern (inkl. BAMF), die zu Lasten der Lehrkräfte Lohnnebenkosten etc. einsparen wollen. Die Folge ist eine Zweiklassengesellschaft: verbeamtete Lehrer für Kinder und Jugendliche, ausgebeutete Honorarkräfte für Erwachsene. Ist das logisch? Ist das fair?"

4
"Arbeitsverträge statt Honorarverträge. So sollte unsere Forderung lauten. Derzeit werden die sozialen Errungenschaften der letzten 150 Jahre ausgehebelt: DozentInnen schleppen sich krank in den Unterricht, können von einem Tag zum anderen rausgeworfen werden, sobald der Honorarvertrag über 100 UE ausläuft. Es ist an der Zeit, Tarifverträge zu fordern! Wenn der gegenwärtige Zustand anhält, werden demnächst auch die Lehrer an öffentlichen Schulen durch billige Honorarkräfte ersetzt: Ohne Streikrecht, ohne Fortzahlung im Krankheitsfall und mit garantierter Altersarmut (500,-E Rente bei Vollzeiterwerbstätigkeit)
Quelle: abc-gerechtigkeit.blogspot.com, sowie ver.di biwifo01/2015"


5
""Deutsch als Fremdsprache, Fremdsprachen, Musik, Kunst, Sport, Fitness, Weiterbildung und Coaching" Also im Grunde handelt es sich doch um Hobbykurse für Fremdsprachenunterricht, Deutsch Aufbesserungen für Einwanderer und Selbstfindungskurse... Bitte Vergleicht euch nicht mit normalen Schullehrern ! "

zitiert nach: https://www.openpetition.de/petition/argumente/der-deutsche-bundestag-soll-ein-mindesthonorar-fuer-selbststaendige-lehrerinnen-einfuehren


9.7.15 Scheinselbstständigkeit bei Verlagen

"Anfang April berief Peter Pauls, der Chefredakteur des Kölner Stadtanzeigers, eine spontane Redaktionskonferenz ein: Man solle sich nicht wundern, wenn der Zoll oder die Polizei demnächst anrücken würden, sagt Pauls seinen Mitarbeitern. Bei dem Vorwurf, der im Raum stünde, sei das ein normaler Vorgang. Der Grund für die Warnung an die Redaktion: Gegen DuMont läuft ein „Ermittlungsverfahren wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen“.
Es geht also um die Frage, ob der Verlag absichtlich und womöglich im großen Stil Mitarbeiter zu rechtlich falschen Konditionen – als so genannte Scheinselbstständige – beschäftigt hat, um damit auf Kosten der Steuerzahler in wirtschaftlich schlechten Zeiten Geld zu sparen."
http://www.taz.de/!5210276/
---
"Zur Feststellung von Scheinselbstständigkeit muss aus den Ermittlungen hervorgehen, dass mit als selbstständig gemeldeten, freien Mitarbeitern genauso umgegangen wird wie mit festangestellten Redakteuren. Dass sie also beispielsweise genauso in Dienstplänen stehen und ihnen Arbeitszeiten vorgegeben werden oder sie verlagseigene Arbeitsmittel, wie einen Computer des Auftraggebers, benutzen, so dass dadurch Kontrollmöglichkeiten durch den Auftraggeber gegeben sind.
http://meedia.de/2015/04/10/das-geschaeft-mit-den-festen-freien-ermittler-durchleuchten-m-dumont-schauberg/

"Das Medienhaus Axel Springer („Bild“, „Welt“) hat offenbar ein größeres Problem mit der Beschäftigung von scheinselbstständigen Mitarbeitern. In Branchenkreisen kursiert seit einiger Zeit das Gerücht, das Unternehmen habe deshalb Selbstanzeige erstattet. Spricht man das Haus auf diese Spekulationen an, erhält man eine Erklärung, die „nur in voller Länge“ zitiert werden darf."
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/medienmacher/medienmacher-scheinselbststaendigkeit-macht-axel-springer-zu-schaffen-/11435848.html
 

7.7.15 Flüchtlinge

"Nun hoffen Gerrit Heimsoth und Sabine Keck, dass ab September wieder ein Staff-Kursus in Krempe stattfinden kann, um weiteren Flüchtlingen und Asylbewerbern die Integration durch Sprachkenntnisse zu erleichtern. Heimsoth: „Die Chancen dafür sind groß.“Was allerdings sowohl in Krempe als auch in Itzehoe bedauert wird ist, dass die Teilnehmer die Fahrtkosten selber tagen müssen, es sei denn, in den Kommunen wie Krempe und Horst wird ehrenamtlicher Fahrdienst organisiert."

http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/mit-deutsch-auf-integrationskurs-id10157486.htmlhttp://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/mit-deutsch-auf-integrationskurs-id10157486.html


22.03.14: Per Gericht zur Angestellten
Am Ende gelangte Ermel zu dem Ergebnis, dass zwischen den Parteien ein Arbeitsverhältnis besteht. Maßgeblich dafür sei die “durch faktische weitergehende organisatorische Vorgaben der Beklagten geprägte langjährige Eingliederung in den Unterrichtsbetrieb”. Dadurch verbleibe der Klägerin insbesondere für die organisatorische Ausgestaltung ihrer Unterrichtstätigkeit nur geringer eigener Gestaltungsspielraum, wodurch sich die Tätigkeit der Klägerin nicht nennenswert von der einer angestellten Lehrkraft unterscheide. Auch der Umstand, dass die Klägerin der VHS jahrelang ihre Arbeitskraft wie eine nahezu in Vollzeit beschäftigte Lehrkraft zur Verfügung gestellt hat, ohne dass die Parteien darüber separate schriftliche Vereinbarungen geschlossen haben, spielte bei der Gesamtbewertung eine Rolle.
(...)
Für Linda Sulimma ist die Höhe des Entgelts weniger entscheidend, für sie zählt vor allem der Angestelltenstatus. “Das hilft uns auch, aus der Klemme zu kommen”, sagt sie mit Blick auf die Fachkräfte, die bei der Volkshochschule im Bereich des 2. Bildungswegs dringend benötigt würden.
http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/153370-per-gericht-zur-angestellten

29.01.15: VHS-Lehrerin klagt erfolgreich Festeinstellung ein
"Sulimma hat sowohl vor dem Arbeitsgericht Lüneburg als auch in nächsthöherer Instanz vor dem Landesarbeitsgericht in Hannover mit ihrer Klage auf Anstellung gewonnen. Noch ist aber nicht auszuschließen, dass die Gemeinnützige Bildungs- und Kulturgesellschaft Hansestadt und Landkreis Lüneburg als Betreiberin der VHS erneut Rechtsmittel gegen das Urteil einlegt. "Das kann ich erst abschließend beantworten, wenn die Urteilsbegründung des Landesarbeitsgerichtes vorliegt", sagt Geschäftsführer Wiese."
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/VHS-Lehrerin-klagt-erfolgreich-Festeinstellung-ein,volkshochschule112.html


Türkin wird nicht zum Integrationskurs verpflichtet
Eine 62-jährige Türkin darf nicht dazu gezwungen werden, einen Integrationskurs zu besuchen. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim am 16. August entschieden (Az. 11 S 208/13). Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass Ausländerbehörden im Hinblick auf Integrationskurse einen Ermessensspielraum besäßen (vgl. Ausgaben 7/09, »10/07«). Da die türkische Klägerin an einer Krankheit leide, sei die Teilnahme unzumutbar, so das Gericht. Die Frau habe zudem die Integration ihrer eigenen Kinder "besonders erfolgreich gefördert". Nachdem das Karlsruher Landratsamt die seit 1981 in Deutschland lebende Frau zu einem Kurs verpflichten wollte, hatte sie geklagt. Nach dem Aufenthaltsgesetz können Ausländer nur dann zu einem Integrationskurs verpflichtet werden, wenn sie in "besonderer Weise integrationsbedürftig" sind. Auf diesen Passus bezogen sich auch die Mannheimer Richter. Von dem Urteil erhoffen sich Migrantenorganisationen, dass die Teilnahme an Integrationskursen künftig stärker vom Einzelfall abhängig gemacht wird.

Bundeszentrale für politische Bildung




Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration
Jahresgutachten 2014


"Entsprechend sind auch die Integrationskurse – die einzige zentrale zuwandererspezifische Maßnahme – vor allem als Teil der Reformen des aktivie-
renden Wohlfahrtsstaats zu begreifen (Bommes 2008; s. dazu auch Joppke 2007; Michalowski 2007; Groh/Weinbach 2005; Weinbach 2005), der durch eine „Ergänzung des ordnungsrechtlichen Charakters des Migrationsrechts durch eine sozialstaatliche Komponente“ (Thym 2010: 300f.) umgesetzt wird." (S. 136)

„Gestritten wird bei den Integrationskursen seit vielen Jahren über die Höhe der Entlohnung der Lehrkräfte. Bis 2012 waren Nettoeinkommen von unter 1.000 Euro für Kurslehrkräfte die Regel – allerdings meist nicht in einem regulären Angestelltenverhältnis, sondern als Selbständige –, und das bei einem Lehrdeputat, das dem Stundenumfang von Gymnasiallehrern (KMK 2013b) vergleichbar ist. Im Januar 2013 wurde nun ein neuer Kostenerstattungssatz festgelegt: Die Kursträger erhalten vom BAMF nun 2,94 Euro statt 2,54 Euro bzw. 2,60 Euro pro Teilnehmer und Unterrichtseinheit und bekommen nur noch dann eine mehrjährige Zulassung, wenn sie den Lehrkräften mindestens 20 Euro (vorher 18 Euro) pro Stunde zahlen können.

Die Anhebung hat zwar die Einkommenssituation der Lehrkräfte verbessert, was dringend notwendig war, doch wäre nach Berechnungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine Pauschale von „4,05 € […] [erforderlich], um [für die Lehrkräfte] ein Mindesthonorar von 30 € je Unterrichtseinheit zu ermöglichen“ (Frankfurter Rundschau 2013).“ (S. 141)


Erfolgreiches Integrationsprogramm der VHS auf der Kippe
Überraschende Förderpause für die vom europäischen Währungsfonds finanzierten Kurse. Schock für Dozenten und Kursus-Teilnehmer an regionalen Volkshochschulen. Auch Integrationskurse für Migranten betroffen.
"Finanziert werden die integrativen Programme vom Europäischen Sozialfonds (ESF). Dieser verwaltet finanzielle Mittel, die in Europa für die Schaffung fairer Beschäftigungschancen und den Abbau von Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt sorgen sollen. So wird das Geld, weitergeleitet über das BAMF von den VHS bezogen, um integrative Kurse kostenlos anbieten zu können"


05.06.2014
De Maizière sucht 45 Millionen Euro
Gerne lobt der Innenminister die gut besuchten Integrationskurse. Nur: Das nötige Geld dafür hat er im Haushalt nicht einkalkuliert.
"Für die Opposition wäre eine solche Finanzierung indes nur das Minimalprogramm. Das Versprechen der Koalition, die Teilnahme von EU-Bürgern zu sichern, „kann mit dem vorgelegten Haushaltsentwurf nicht erfüllt werden“, kritisiert Linkspartei-Fraktionsvize Dietmar Bartsch. Die Fraktionen von Linkspartei und Grünen fordern deshalb in eigenen Anträgen, das Budget gleich um 90 Millionen Euro aufzustocken. Damit wollen sie es zum Beispiel auch Asylbewerbern ermöglichen, an den Kursen teilzunehmen.Für die Opposition wäre eine solche Finanzierung indes nur das Minimalprogramm. Das Versprechen der Koalition, die Teilnahme von EU-Bürgern zu sichern, „kann mit dem vorgelegten Haushaltsentwurf nicht erfüllt werden“, kritisiert Linkspartei-Fraktionsvize Dietmar Bartsch. Die Fraktionen von Linkspartei und Grünen fordern deshalb in eigenen Anträgen, das Budget gleich um 90 Millionen Euro aufzustocken. Damit wollen sie es zum Beispiel auch Asylbewerbern ermöglichen, an den Kursen teilzunehmen."


10.05.2014
Für Integrationskurse hat das Innenministerium kein Geld
Die Integrationskurse sind aufgrund der steigenden Einwandererzahlen gefragt wie kaum zuvor. Dem steigenden Bedarf stehen steigende Kosten an. Das will das Bundesinnenministerium aber nicht zahlen – zumindest nicht aus eigenem Etat. Opposition wirft der Regierung Heuchelei vor.
http://www.migazin.de/2014/05/09/fuer-integrationskurse-hat-das-innenministerium-kein-geld/

28.02.2014
Staatliches Lohn-Dumping in der VHS
Volkshochschuldozenten in gesetzlich vorgeschriebenen Integrationskursen klagen über prekäre Arbeitsverhältnisse im Namen des Bundes: 900 Euro für Vollzeit-Lehrerjobs.
http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/staatliches-lohn-dumping-in-der-vhs-id5864301.htmlhttp://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/staatliches-lohn-dumping-in-der-vhs-id5864301.html


17.02.2014
Der (gesellschaftliche) Wert von Bildungsarbeit:
Eine Diskussion anhand der prekären Beschäftigungsverhältnisse von ErwachsenenbildnerInnen
"Die durchschnittlichen Honorare von ErwachsenenbildnerInnen schwanken zwischen den einzelnen Bildungsbereichen (vgl. Schulz-Oberschelp, 2010, S. 3). Während in der beruflichen Bildung, bei Bewerbungstrainings, Integrationskursen und DAF/DAZ-Kursen die Honorare zwischen den Jahren 2009 und 2010 ca. 17 Euro pro Unterrichtseinheit (UE) betrugen, verdienten ErwachsenenbildnerInnen bei Fremdsprachen, EDV-Kursen und anderen insb. VHS-Kursen ca. 20 Euro/UE. Deutlich besser verdienten ErwachsenenbildnerInnen im Hochschulunterricht (ca. 34,54 Euro/EU) und in der betrieblichen beruflichen Weiterbildung (45,07 Euro/UE). Diese Zahlen zeigen, dass je nach Bildungsbereich es GewinnerInnen und VerliererInnen unter den atypisch beschäftigten ErwachsenenbildnerInnen geben kann. Die durchschnittlichen Honorare von ErwachsenenbildnerInnen schwanken zwischen den einzelnen Bildungsbereichen (vgl. Schulz-Oberschelp, 2010, S. 3). Während in der beruflichen Bildung, bei Bewerbungstrainings, Integrationskursen und DAF/DAZ-Kursen die Honorare zwischen den Jahren 2009 und 2010 ca. 17 Euro pro Unterrichtseinheit (UE) betrugen, verdienten ErwachsenenbildnerInnen bei Fremdsprachen, EDV-Kursen und anderen insb. VHS-Kursen ca. 20 Euro/UE. Deutlich besser verdienten ErwachsenenbildnerInnen im Hochschulunterricht (ca. 34,54 Euro/EU) und in der betrieblichen beruflichen Weiterbildung (45,07 Euro/UE). Diese Zahlen zeigen, dass je nach Bildungsbereich es GewinnerInnen und VerliererInnen unter den atypisch beschäftigten ErwachsenenbildnerInnen geben kann."

April 2013
Gericht stellt Scheinselbstständigkeit fest
"Noch weiter ging das Arbeitsgericht München im Fall einer Integrationslehrerin beim Internationalen Bund. Bei ihr wurde Scheinselbstständigkeit festgestellt. Für die Lehrer*innen ist das kein Nachteil, im Gegenteil: Nicht sie selbst müssen die Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge bezahlen, sondern der Träger – und das bis zu vier Jahre rückwirkend. Und sie haben Kündigungsschutz, Anspruch auf Entgeltfortzahlung, auf Mitbestimmung."
(Anmerkung: im Berufungsverfahren hat man sich auf einen Vergleich geeinigt. Siehe Artikel Migazin vom Juli 2014.)


11.08.2012
23 Euro pro Stunde
. VHS-Dozenten wollen mehr Geld: Honorarkräfte fühlen sich unterbezahlt
"Aber für die freischaffenden Honorarkräfte, die das Gros der DaZ-Lehrer stellen, macht Jutta Große folgende Rechnung auf: Bei durchschnittlich 20 Unterrichtsstunden pro Woche kommt sie im Jahr auf rund 24000 Euro brutto. Davon gehen ab: 7200 Euro Steuern, 4920 Euro Rentenversicherung und 2640 Euro Krankenversicherung – bleiben 9240 Euro pro Jahr, 8,90 Euro pro Stunde oder 770 Euro pro Monat netto. Und die auch nur theoretisch. Denn Geld gibt es nur, wenn Unterricht stattfindet. In den Ferien ist Ebbe im Portemonnaie, und wer krank wird, muss ans Eingemachte gehen."


01.09.2011
Ver.di
Staat beschäftigt Scheinselbstständige
Auch öffentliche Arbeitgeber sparen Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung